Eine Nachricht aus dem Italienurlaub; eine SMS, um die Mittagszeit angekommen:
„Wollte dich nur wißn lassn daß keine Stunde vergeht in der ich nicht an dich denke.“
Danke, aber bitte wie machst du das? Stellst du dir nachts den Wecker, der dich im Stundentakt wachmacht damit du daran denken kannst? Hast du vielleicht sogar eine Stechuhr, damit du am Ende des Tages kontrollieren kannst ob du brav warst? Liegst du am Strand, schaust hinaus aufs Meer- und denkst dann plötzlich dran? Flüstern dir die Fische beim Schnorcheln stumme Erinnerungen zu? Malen die Touristenkinder Schriftzeichen in den Sand? Zwickt dich ab und an ein Einsiedlerkrebs?
Und was ist, wenn du „Party machst“? Haben es die Burschen, denen du nachschaust auf die Stirn eingraviert? Erinnert dich das Rot der Cocktailkirschen daran?
Ich weiß, ich weiß. Es ist nur eine Floskel. Ich bin dir auch nicht böse- ich weiß, es war gut gemeint. Aber bitte, genieß deinen Urlaub, so lange du ihn hast. Sei danach –sofern du es willst- für mich da. Es ist besser für uns Beide.
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