Samstag, 29. November 2008

Leerstellen

Vorweihnachtszeit. Nur noch ein Monat bis Weihnachten, hektisch schreibst du die Namen derer zusammen, die du beschenken willst. Du schreibst sie in dein Notizbuch, ganz hinten, auf die letzte Seite. Und auf der vorletzten Seite, daneben, steht die Liste vom letzten Jahr- und dir fällt auf, dass sie länger ist, dass dir jetzt zwei Namen fehlen.
Du starst auf die Leerstelle, weißt genau wer sie bis jetzt gefüllt hat. Die Zeichen, Buchstaben, die hier einst die Wörter geformt haben, sind nur eine leere Hülle für die beiden Menschen, die dir jetzt fehlen- an die du jetzt eigentlich nicht mehr denken müsstest, wenn du Geschenke suchst. Es aber trotzdem tust, und dir denkst, dass du gerade dieses Jahr das Perfekte hättest...

1 Kommentar:

mary hat gesagt…

das ist eine sehr feinfühlige beobachtung. so vertraut kommt mir die szene vor. ich denke, das geht wohl vielen menschen so. beziehungen bestehen, andere zerbrechen. wir geben unser bestes die bande zu erhalten, weil es uns verletzt, wenn nähe der distanz weicht. aber wir können sicher sein, kein moment der liebe, der gelebt wurde geht je verloren...